Heimbrauen - uralte Tradition!
Dunkler Bock Das dunkle Bockbier gilt als die Urform des Bockbieres. Doppelbockbiere haben oft Namen, die auf -ator enden. Nach dem Münchener Salvator. Der Kulmbacher Kulminator ist angeblich das stärkste Bier der Welt. Stammwürze 28%! Dieses Bockbier, gebraut im Oktober 2009, hat eine Stammwürze von 17%. Beim Bockbierbrauen ist die Ausbeute ziemlich gering, weil die geringe Wassermenge nicht ausreicht, den Treber genügend auszulaugen.
Der Hopfen entfernt Eiweiß aus der Bierwürze, verbessert die Schaumbildung, verleiht dem Bier angenehme Bittere und macht das Bier haltbar. Der Hobbybrauer kann Hopfenpellets verwenden oder die Hopfenblüten tiefgefroren aufbewahren. Hopfenkorb
Auf Grund des Reinheitsgebots von 1516 durfte zum Bierbrauen nur mehr Wasser, Hopfen und Malz verwendet werden. Im Mittelalter war das Bierbrauen eine Domäne der Klöster. Auch in der Fastenzeit durften die Mönche Bier trinken, denn alles Flüssige fiel nicht unter das Fastengebot. Mit der Erfindung der Dampfmaschine begann das Zeitalter der industriellen Biererzeugung. Der Wiener Braupionier Anton Dreher erzeugte das erste untergärige Bier.
Die wichtigsten Arbeitsschritte beim Brauen sind Schroten, Maischen, Läutern, Würzekochen, Hopfen und Heißtrub abtrennen, Würzekühlung, Hauptgärung mit Hefe anstellen, belüften, Jungbier schlauchen, Nachgärung und Reifen. Das Zunftabzeichen der Bierbrauer.
  Nicht jeder Heimbrauer hat das Glück, eine Brauerei und einen verständnisvollen Braumeister im Ort vorzufinden. Wer einmal als Hobbybrauer Hefe aus der  Brauerei ausprobieren konnte, weiß, um wieviel aktiver diese Hefe ist im Vergleich zu den Hefen, die der Heimbrauer gewöhnlich verwendet. Unsere Brauerei Fohrenburg in Bludenz mit ihrem hervorragenden Braumeister ist Marktführer in Vorarlberg und hat für den Hobbybrauer ein offenes Ohr! Dafür möchte ich mich bedanken !
Ein wichtiger Braurohstoff ist das Malz. Malz ist Getreide, das durch Weichen mit Wasser unter Luftzutritt zum Keimen gebracht und anschließend getrocknet wird. Beim Hopfen werden die weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. Über das Experimentieren mit wildem Hopfen für die Bierbereitung kann ich leider nichts Positives berichten. Daher greife ich auf die praktischen Hopfenpellets zurück, die durch Pressen von Hopfenpulver hergestellt werden. Der Hopfenbauer auf dem Bild hat es leider nicht wie viele andere Hopfenbauern zu Wohlstand oder gar Reichtum gebracht. Was ist hier  wohl schiefgelaufen?  



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